Die historische Schlossmauer des Dalberg-Anwesens in Ruppertsberg ist heute nicht nur Zeugnis der Vergangenheit – sie ist integraler Bestandteil eines neu gedachten Wohnhauses. Das ehemalige Stallgebäude wurde unter Berücksichtigung seiner Eigenschaft als Einzelkulturdenkmal und in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege zu einem außergewöhnlichen Wohnraum transformiert. Es entstand ein Ort, der das Vergangene respektiert und gleichzeitig den Blick in die Zukunft wagt – großzügig, hell, handwerklich präzise und architektonisch ausdrucksstark.
Das Projekt vereint alte Sandsteingewände, massive Natursteinmauern und die Aura historischer Substanz mit einer klaren, modernen Formensprache. Großzügige Raumfluchten mit Galerie, eine skulpturale Faltwerktreppe mit Flachstahlwangen, Ganzglasgeländer und extra breite Schlossdielen in Eiche schaffen eine Atmosphäre, die gleichermaßen geerdet wie inspiriert wirkt.
Büro33 Architekten & Ingenieure verantworteten die Planung und Bauleitung in allen HOAI-Leistungsphasen – in enger Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft. Die Entwicklung des Projekts erfolgte im sensiblen Bestand und wurde bis zur Fertigstellung engagiert begleitet.
Ein Projekt, das zeigt: Wenn Architektur Respekt hat vor dem Bestehenden und zugleich den Mut, es weiterzudenken, kann etwas Besonderes entstehen. Die Bauherrschaft ist begeistert – und das Schloss lebt weiter.